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Stets mit einem freundlichen Lächeln ist Kardinal François Xavier Nguyễn Văn Thuận nicht nur ein „moderner Märtyrer“, sondern auch ein Vorbild, ein Glaubenszeuge und ein friedensstiftender Mensch, der großzügig in Versöhnung lebte.

Alljährlich pilgern vietnamesische Christen auf der ganzen Welt nach Rom, zur Titularkirche Santa Maria della Scala, um besonderes am 16. September den Todestag vom Kardinals François Xavier Nguyễn Văn Thuận zu gedenken. Auch in der Kapelle des Klosters der Cellitinnen zur Hl. Maria in Köln – Longerich feiert die vietnamesische Gemeinschaft wie jedes Jahr mit Pastor Dominik Nguyễn Ngọc Long, Seelsorger für vietn. Katholiken in den Bistümern Köln und Aachen den Gedenkgottesdienst; ebenso wird dort im November der Jahresdenktag vom vietnamesischen Präsidenten, Ngô Đình Diệm, dem Onkel von Kardinal François Xavier Nguyễn Văn Thuận, gefeiert. Dieses Jahr lud das Kloster der Cellitinnen zur Hl. Maria ein zum 1. Kölner Kardinal Văn Thuân-Forum vom 13. bis 15. September 2019. Während der zweitägigen Veranstaltung standen der Austausch und die Möglichkeit zur Begegnung im Vordergrund. Vorträge von Thomas Anh Nhuệ Nguyễn, Universität-Prof. Dr. und Dekan der Päpstlichen Theologischen Fakultät und Dr. Hubertus Blaumeiser aus Rom gaben Einblicke in die Spiritualität und die Persönlichkeit des Geistlichen.

Wer war Kardinal François Xavier Nguyễn Văn Thuận? “Der verehrungswürdige Diener Gottes“? „Der Apostel des Friedens und der Hoffnung“?

Geboren 1928 in Huế, in Vietnam, mit 25 Jahren zum Priester, mit 39 Jahren zum Bischof geweiht und mit 73 Jahren zum Kardinal ernannt. Mit der Verhaftung am 15. August 1975, mit dieser vorgeblichen Anschuldigung und ohne Gerichtsverhandlung begannen für Văn Thuận 13 Jahre der Gefangenschaft an unterschiedlichen Orten, zumeist in Isolationshaft. Die Kraft, die Jahre der Gefangenschaft und besonders die der Isolation zu überleben, diese Kraft zog Văn Thuận aus dem Wort Gottes (mehr als 300 Stellen in seinem Kopf) und der Eucharistie. Mit Wein, den ihm seine Angehörigen als „Medizin gegen Magenschmerzen“ schickten und eingeschmuggelten Hostien, manchmal auch nur einige Brotkrümel, feierte er täglich die Heilige Messe. Am 21. November 1988, dem Gedenktag „Unsere lieben Frau von Jerusalem", wurde Văn Thuận aus der Haft entlassen. Er lebte weiterhin unter Aufsicht und durfte keine pastoralen Dienste ausüben. Für ihn begannen die Jahre des Exils bis zu seinem Sterben am 16. September 2002 an unheilbarer Krebserkrankung.

Obwohl er 1957 nur ein Jahr im Mutterhaus der Cellitinnen in Deutschland als Hausgeistlicher Vertretung übernahm, ist diese Verbundenheit und innige Freundschaft bis heute spürbar.

Eines seiner Hauptwerke ist das Buch „Hoffnungswege“ (ISBN: 9783876203171).

Johannes Paul II ernannte Kardinal François Xavier Nguyễn Văn Thuận 1998 zum Präsidenten des Päpstlichen Rates für „Gerechtigkeit und Frieden“. Die Zeugnissammlung zur Seligsprechung ist am 6. Juni 2013 auf Diözesanebene offiziell abgeschlossen. Die Unterlagen gehen nun an die römische Kurie an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse zur Bewertung.

Stets mit einem freundlichen Lächeln ist Kardinal François Xavier Nguyễn Văn Thuận nicht nur ein „moderner Märtyrer“, sondern auch ein Vorbild, ein Glaubenszeuge und ein friedensstiftender Mensch, der großzügig in Versöhnung lebte.

Bericht einer Teilnehmerin: Nga Tran-Nguyen

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